Happy Halloween

Freitagmorgen fing unser Halloween Trip nach Santa Barbara schon sehr anstrengend mit in den Whirlpool klettern an. Matthias und ich haben den Tag mit harten chillen begonnen, muss ja auch mal sein. Da Torben sein Kostüm schlauerweise im Internet bestellt hat durften wir alle zusammen warten, bis der UPS-Mensch angetrödelt kam. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf: Im Kostümshop 5 Blocks weiter hängt das Teil auch.. für den gleichen Preis… Nunja.

So gegen 17:00 Uhr sind wir dann aufgebrochen nach Santa Barbara, was ca. 140 Meilen entfernt an der Pazifikküste liegt. Die Strecke ist denkbar einfach: Solange nach Westen bis man das Wasser vor der Nase hat, dann rechts abbiegen und immer dem Highway One folgen. Auf halber Strecke ein kurzer Stop um uns mit dem Nötigsten zu versorgen: Bier. 2x 30 Dosen sollten ja genügen, um einen schönen Abend im Hostel zu haben. Danach ein Halt bei In-N-Out (ich hab bestimmt noch nicht erwähnt das die die BESTEN Burger machen, oder?) und weiter geht’s. Der Arme Torben musste leider mit anhören wie „klack-zischhhh“ drei Dosen geöffnet wurden… tja, doof wenn man fährt 😀

Im Hostel selber dann die Ernüchterung: no Alcohol anywhere auf dem Gelände oder in den Zimmern. So was blödes. Das hieß dann schneller trinken und ab ins Taxi nach Isla Vista, der Partygegend hier in SB schlechthin. IV liegt neben dem Unigelände, ist komplett von Studenten bewohnt und beherbergt so ziemlich jede Nation, beide Geschlechter aber vor allem eins: Partywütige junge Leute.

An Halloween gleicht das gesamte Viertel einer einzigen großen Kostümparty! So ziemlich jeder ist irgendwie verkleidet, auch wenn das bei Frauen meistens heißt: weniger ist mehr, je knapper desto praller und „bloß weg mit den Klamotten“. Da ist Europa prüde gegen. Auch wenn es hier nachts ziemlich frisch wird: egal, wir ziehen nicht mehr an.

Am Ersten Abend waren wir ein wenig spät, denn die Polizei macht hier gegen Mitternacht alles dicht und die Party ist vorbei – dafür beginnt der Spaß aber auch wenn es dunkel wird.

Auf öffentlichem Gelände Alkohol trinken ist hier übrigens verboten. Sogar das herumtragen von offenen Dosen ist nicht erlaubt und wird ziemlich kompromisslos gehandhabt. Wir haben es lieber nicht drauf ankommen lassen.

Die Taxifahrt zurück (ca. 12 Meilen) kam uns schon mal 10$ günstiger, auch wenn einen die Fahrer hier an Halloween gnadenlos ausnehmen. 45$ ist zwar bei vier Leuten noch ok, aber trotzdem ein ziemlich saftiger Preis für 20 Minuten.  Man sollte tunlichst eine Flatrate vor Fahrtbeginn aushandeln – wenn man das denn weiß.

Samstagmorgen war dann Santa Barbara selber an der Reihe. Da unser Hostel mitten in Downtown lag mussten wir praktisch nur aus der Tür fallen, fix über die Amtrak-Bahngleise huschen und schon waren wir am Strand oder in der State Street, der Hauptstraße für Geschäfte, Shops, Restaurants, Frisöre usw. Vom Pier aus hat man eine tolle Aussicht über die Küste! Die Innenstadt besteht echt nur aus der State – zwei drei Blocks weiter ist kaum mehr ein Laden zu finden. Geshoppt haben wir zwar nichts, dafür aber sehr gut im Chipotle Mexican Grill gegessen, der  – wie der Name unschwer erkennen lässt – mexikanisches Essen anbietet. Ich glaube das Zeug ist von Haus aus schon sehr sehr scharf, aber wir mussten natürlich auch noch Tabasco draufpacken als es vor uns stand – dem Geschmack wegen. Das der danach von der Schärfe eher eliminiert wurde war dann nicht ganz so toll. War aber trotzdem gut, und vor allem auch noch günstig.

Am Nachmittag sind wir dann mit dem Bus nach Isla Vista gedüst – 1,75$ pro Person ist ein Witz im Gegensatz zu den horrenden Taxipreisen. Natürlich hatten wir keine Ahnung welche Station unsere war – wir haben dann die letzte vor dem Freeway genommen, auf dem der Bus wieder nach Downtown zurückgekehrt wäre. Hat uns dann eine Meile Fußweg beschert – mit 54 Dosen Bier auf den Schultern von Torben und Matthias. Whops 🙂

In IV haben wir Paul besucht, natürlich auch ein NAKler. Liebe Grüße übrigens wenn du das liest 🙂 Die mehreren Partys fasse ich mal zusammen: wie gestern, alkoholreich, knapp kostümiert, laut, abgefahren und viel zu voll. Mein Versuch unsere Vierertruppe zusammen zu einer Location zu schleppen war aussichtslos, und so haben wir uns dann gegen halb eins per Handy wieder zusammengesammelt.

Unterwegs sind wir Mario, Spiderman, Batman, Superman (ein anderer), dem Tod und manch anderer lustiger Gestalt begegnet…und den ganzen Bunnys und „Bitches“ …

Sonntag war dann Ruhetag. Wir haben mit Santa Barbara Beach begonnen und uns über Malibu Beach schlussendlich zu Venice Beach gechillt und noch einmal die Strandpromenade mit ihrend unendlich vielen kleinen Ständen und Läden abgelaufen. Vorbei an diversen Marihuana Doctoren und T-Shirt Shops.

Am Halloween Montag habe ich gestern schön zuhause gedöst, faul rumgelegen und mich über die vielen Kinder gefreut die „Trick or treat“ gespielt haben und von Haus zu Haus gezogen sind, um Berge von Süßigkeiten mit nach Hause zu schleppen.

Liebe Grüße
Daniel

 

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