Eine Radtour die ist lustig..

Radfahren in den USA? Sollte man tunlichst vermeiden denke ich.  Montag wollte ich mal eine kleine Runde um den Lake Perris drehen, der liegt hier gleich nebenan. Nachdem ich den ersten Hügel rauf bin war ich schon so gut wie platt. Ist eben doch etwas anderes als zuhause in Elmshorn die Ost-West-Brücke hochzufahren. Oben hab ich dann versucht den Sattel zu verstellen – davon wurde es auch nicht bequemer. Warum kann das Rad nicht einen ganz normalen Sattel haben sondern so ein special Sonderding, auf dem keiner sitzen kann? Mhh.. Naja weiter geht’s, danach ja bergab. Nach 3km wollte ich eigentlich meinen ersten Geocache suchen: nichts. Der „Rastplatz“ besteht aus einem Betongerippe auf dem wohl mal ein Dach war, beherbergt weit und breit keine Möglichkeit irgendetwas zu verstecken und war einfach nur kahl.

Weitere 3km später. Nächster Cache? Nöööö. Hier war ein großer Felsblock vor einem Gebirgsmassiv, so groß wie die Alpen. Naja, nicht ganz, der Berg ist vllt. 200m hoch. Trotzdem, das einzige was ich gesehen hab war ein kleiner Salamander und Unmengen von dornigem Gestrüpp. Von einem Cache keine Spur. Hier lag der letzte Fund noch weiter zurück als beim vorherigen. Ab aufs Rad und weiter!

Der Weg zum dritten Cache war mir zu sandig, 300m das Rad tragen hatte ich keine Lust, so hab ich den auch sausen lassen. Aller guten Dinge sind ja auch drei.

Meinen Plan über den Staudamm wieder auf die andere Seite zu kommen durfte ich dann auch aufgeben: Auf dieser Seite versperren einem Felsen den Weg dahin. Folglich kommt nur die Straße als Alternative in Frage. Blöderweise führt die erst mal 100 Höhenmeter bergab (die man tunlichst bremsend zurücklegen sollte, es sei denn man hätte gerne den Rollsplit im Knie wenn man sich hinlegt), um dann 150m Höhenmeter wieder bergauf zu führen – auf einem Expressway. Toll! An einer Landstraße wo die Trucks mit Armlänge an die vorbeihuschen, in einer Rechtskurve, ohne Fahrradweg, im Slalom durch die Reifen und Metallteile am Straßenrand. Macht Spaß. Unglaublich. (Ich hoffe man erkennt die Ironie. Falls nicht: das war Ironie!)

Nachdem ich keuchend oben angekommen war lag der Rückweg dann vor mir: 10km auf der anderen Seeseite, aber durch Stadtgebiet. Nie enden wollende Radwege – immerhin. Zu Hause angekommen war es dann dunkel (mein Rad hat natürlich kein Licht), und ich war endgültig bedient. Dafür hat dann aber auf Braten, eine dicke Backkartoffel, Knoblauchbrot und ein kühles Getränk auf mich gewartet 🙂

Ich lasse mich dann demnächst wieder Fahren – im Auto, wie es sich für die Staaten gehört…

Keuchende Grüße
Daniel

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